Libyen


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vorher waren wir in Tunesien
hinterher ging es nach Aegypten

. und


Libyen startete nicht ohne Probleme: Einladungsagentur und Fuehrer waren nicht wirklich auf unsere Ankunft vorbereitet (Arkno-Tours in Tripolis via Mr. Trier). Ok, am Ende waren wir doch unseren guide los und es konnte los gehen: Tripolis - Leptis Magna - Ghadames - 11. Laengengrad (Goettler tour 13d) - Wadi Mathendous - Mandara Seen - Wau en Namus - Tazurbo - Jalu - Tobruk - Sollum (Aegypten).
Ankunft Libyen aus Tunesien 10.11, Ausreise nach Aegypten am 30.11.

Route Guten Tag

Leptis Magna

Ghadames Altstadt


Die Fahrt aus Norden zum "Garamantischen Apollon" in Richtung Wadi Mathendous (bietet sich im Anschluss an Goettler 13d bestens an) ist abolut nicht, nein gar nicht zu empfehlen.
Die Anfahrt durch das sandige Wadi bis zum Aufstieg auf die Bulldozerpisten (N25 47,752 E11 43,790) ist herrlich, dann aber entwickelt sich die Piste zur absoluten Katastrophe fuer Fahrwerk und Reifen. Fussballgrosse Steine in dezimeter dickem Staub sind der Horror. Wir sind dann nur bis zu dem Wadi mit o.a. Apollon (N25 47,135 E11 54,317, genau Lage siehe Pfeil auf Bild) gefahren und haben auf dem Rueckweg jede Menge Giraffen, Bueffel und Elefanten in einem Seitenwadi (N25 51,850 E11 51,373) gefunden. Vielleicht spielte auch ein wenig Angst mit, denn wir wurden ausdruecklich vor scharfen Kontrollen gewarnt. Wir haetten das Wadi Mathendous durch die Hintertuere erreicht und waeren nicht ueber den offiziellen Eingang an den offiziellen Kontrollposten vorbeigekommen. Ausserdem hatten wir genug von Staub und Steinen, Kratzfiguren ebenso.

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Wie man sieht, war der Ausflug in das Gebiet um die Mandaraseen etwas laenger geraten: "Rollstuhlpiste" zum eingewoehnen Richtung Mandara-See (ausgetrocknet), Weiterfahrt zum Um-el-Ma (voll), dann Versuch den grossen Trouna zu finden. Uns hat dann auf einer der grossen Duenen der Mut verlassen und sind daraufhin mit den vollgetankten und -gepackten Wagen ueber 3 Duenenriegel zum Gabroon-See. Die Rueckfahrt von dort direkt zur Strasse Ubari-Sabha faellt unter die Kategorie sportlich flottes Vollgas mit allerdings einigen Herzinfarkt-Passagen, die man erleidet, wenn man den Spuren gnadenlos folgt. Wie kann man auch nur auf den Trichter kommen, den Spuren der Einheimischen mit ihren Landcruiser 4.8l V8 Triebwerken auf Flugzeugreifen zu folgen.
Die auf der Satellitenkarte eingezeichneten Punkte sind die Mandaraseen, Koordinaten aus dem Goettler.

Mandaraseen "Aufstiegs- Auftriebsduene" schwierige Strecke am Campingplatz
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Wau en Namus: Die Piste von Timsah Richtung Waw en Namus verliert sich oestlich Timsah im Muellplatz, faehrt man da nach N raus, landet man auf einer sehr guten und schnellen Militaerpiste, die einem um den Timsah Sandriegel herumfuehrt. Bei N26 28,301 E16 6,805 kann man das Militaergeroell verlassen und sich Richtung SW durchwursteln um dann bei N26 25,600 E16 13,300 auf die grosse Piste aus dem Norden zu stossen, die wiederum bei N26 0,0 E16 12,700 Fuehlung zur original Timsah - Waw el Kebir Piste aufnimmt. Diese ist sehr schlecht und man faehrt meistens weit weg vom aufgeschuetteten Unterbau in der Wueste vor sich hin. Der Polizeiposten ist jetzt auf dem letzten Huegel vor Waw el Kebir und nicht mehr am Abzweig zum Gaesthaus. Der Wirt vom Gaestehaus raet, nicht ueber die Militaerstation zum Waw en Namus zu fahren, sondern die Piste am Gaestehaus vorbei zu benutzten. Wer nett bittet, kann Sprit vom Generator abzapfen.
Die Strecke von Waw en Namus nach Tazurbo bietet keine Ueberraschungen, einzig erfordern die letzten 100km vor der Oase den Einsatz erhoehter Spritmengen, da es in flotter Fahrt ueber eine tiefsandige Ebene geht (Tazurbo war dieseltrocken, daher Tanke erst in Jalu, d.h. Waw el Kebir - Jalu haben auf 1033km, davon 633km Piste, 230Liter Diesel verschlungen, Landcuiser 4,2D).

. Zwiegespraech: Der Salat ist mein!


Einige Fakten:

Einge Takte zu der Fuehrerproblemmatik in Libyen: Der Fuehrer von Arkno-Tours war eine echte Stadtratte aus Tripolis und dementsprechend schockiert, als ihm eroeffnet wurde, dass wir gedenken, den Erg Ubari zu durchqueren und nicht zu umfahren ("look, there is a nice and good paved road going arround, it is save and.....").
Nach 3 Tagen verliess er uns dann.
Wir hatten in den knapp 3 Wochen keine Probleme an den diversen Checkpoints. Der einzig wirklich intensive Kontrollposten war in Nalut. Allah hat uns etwa 20km vorher einen trampenden Polizisten geschickt, sodass wir hier kein Problem hatten zu passieren. Die Einladung von Arkno-Tours, die zu Beschaffung des Visums notwendig war, genuegte vollkommen um den Posten zufrieden zu stellen. Bemerkenswert ist die Anzahl der Personen und der Zeitraum, die auf dieser Generaleinladung festgehalten sind. Einge etwas pfiffigere Posten fragten nach dem Fuehrer und dem Rest der Gruppe. Je nachdem wer vorfuhr kam es zu der Aussage, dass der Fuehrer und der Rest der Gruppe vorgefahren sind oder in Tripolis sich aufhalten oder gar nicht mit eingereist sind, teilweise unterschiedliche Aussagen am gleichen Posten bei der gleichen Person.
Es wird also vieles zu hoch aufgekocht um Geschaeft zu machen. Angeblich gibt es in Tunis Visa fuer Libyen. Bill und Penny aus Britain haben 2 Wochen fuer ein 10 Tages Transit-Visum in Tunis verbracht. Angeblich sollte es ab Dezember 04 ausreichen, mit einer Einladung an der Grenze zu erscheinen, ein Fuehrer wird aber weiterhin verlangt.
Die Ausreise nach Aegypten ohne Fuehrer verlief problemlos. Einzig das fehlende Aegyptenvisum im Libyen-Pass verursachte ein wenig Kopfzerbrechen bei den lokalen Zoellnern, wurde aber irgendwie abgebuegelt.
Bei der Ausreise in Amsaad unbedingt mitten im Ort rechts an einem kleinen Fensterchen anhalten und hier die plates abgeben und 50 LD kassieren, wenn man zu einem grossen Gebaeude auf der rechten Seite kommt, vor dem sich die Autos und Leute mit Zetteln in der Hand stapeln, ist man zu weit gefahren.
In Amsaad gibt es eine Tanke.

Goettler Route 13d: 15.11. / 16.11. / 17.11. / 18.11. / 19.11.
Wie anhand des 1 Tracklogs zu erkennen ist, ist der Abzweig nach S von der grossen SW verlaufenden Piste schnell ueberfahren.
Der Aufstieg in den Erg bei Hassi Nahia ist eigentlich recht einfach, nur liegt ein kleines Weichduenenfeld vor der undeutlichen Rampe. Der Aufstieg ist etwa 600 W von Hassi Nahia. Die Duenen sind alle problemlos zu befahren, man muss nur recht weit links und rechts von der Route abweichen um geeignete Durchfahrten zu finden.

Michelin XZL-Reifen eignen sich ueberhaupt nicht fuer die Duenenfahrerei. Die baggern zu viel. Die Einheimischen haben alte Flugzeugreifen mit Laengsrillen aufgezogen und kaum Luft raus gelassen, ok. die fahren ja auch 4,5l 6-Zylinder Toyos mit ohne Gepaeck.
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Vorher waren wir in Tunesien.
Danach ging es nach Aegypten.

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